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Rentenanpassung von 1,1 % am 1. Juli 2008

 

Unverständlich und erschreckend sind manche Reaktionen auf die kommende kleine Rentenerhöhung. Um es klar zu sagen: Von einer „überproportionalen Rücksichtnahme" auf die Älteren kann keine Rede sein. Die 1,1 %, die natürlich mehr als die ursprünglichen 0,46 % sind, reichen aber nicht einmal einen Bruchteil dessen aus, was die Rentnerinnen und Rentner in den letzten Jahren an Einbußen hinnehmen mussten, wie zum Beispiel:

Hinzu kommen die hohen Preissteigerungen, eine weiter ansteigende Inflationsrate, vor allem bei der Energieversorgung, aber auch bei verschiedenen Grundnahrungsmitteln. Insbesondere für viele unserer Witwen ist die Schmerzgrenze durch die zahlreichen Sparmaßnahmen längst überschritten.

Ein Keil zwischen die Generationen zu treiben und davon zu sprechen, dass die Älteren in einer sich entwickelnden „Rentnerdemokratie" wie sich der ehemalige Bundespräsident Herzog auszudrücken pflegt, die Jüngeren ausplündern könnten, ist nicht zu verant­worten. Wir brauchen nach wie vor die Solidarität und den Dialog zwischen den Genera­tionen. Nur so können wir die vielen anstehenden Probleme lösen und für die künftigen Rentnerinnen und Rentner tragfähige Lösungen finden.